Die Blutegeltherapie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Blutegel   ist   schon   lange   Zeit   für  seine heilende Wirkung bekannt. Die ersten Aufzeichnungen bezüglich des Einsatzes von Blutegeln in der Medizin stammen aus dem Zeitraum 1500 vor Christi. 

 

Die Therapie am Patienten

 

Der Patient sollte 2 Tage  vor  der Blutegeltherapie keine Salben,  Duschgels,  Lotionen,  etc.  auf jene Hautpartien auftragen, auf die der Blutegel aufgesetzt werden soll. Am Tag der Behandlung sollte der Patient nicht parfümiert sein und sollte auf Zigarettenkonsum verzichten.

 

Der Biss eines Blutegels ist in der Regel nicht schmerzhaft. 

 

Ob zur Schmerzlinderung ein  Anästhetikum  im  Speichel enthalten  ist,  ist  umstritten.  Der  Biss wird in der Regel  wie   "Brennesselstiche",  "Mückenstiche",  "ein  leichtes  Ziehen"   oder   "Einstiche  von  "Akupunkturnadeln" oder sogar als völlig schmerzfrei beschrieben.

 

Ein im folgenden Verlauf mögliches, leichtes Jucken - ähnlich wie bei einem Mückenstich - geht auf histaminähnliche Substanzen zurück. Der Biss ist auch  durch die Biss"technik" wenig schmerzhaft: 3 sternförmig angeordnete Sägeleisten mit  jeweils  ca. 80  Kalkzähnchen  raspeln  sich  vorsichtig durch die Haut, um zum Ziel der Wünsche - dem Blut - zu gelangen.  Zwischen  den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die SALIVA, der Blutegelspeichel abgegeben wird.

 

Der Blutegel ist berühmt

 

Die  Blutegeltherapie  gehört  zu  den  sogenannten  ausleitenden  Heilverfahren.  Hierbei steht die Beseitigung von lokalen Fülle-, Stauungs- und Schmerzzuständen aufgrund eines Blut- und Lymph- ödems im Vordergrund.           

  

Bei welchen Erkrankungen ist eine Blutegelbehandlung sinnvoll?

 

Hauptindikationen:


Erkrankungen des Bewegungsapparats, wie schmerzhafte Gelenkarthrosen, v.a. Kniegelenksarthrosen, Sprunggelenksarthrosen, rheumatische Erkrankungen,

 

Venöse Erkrankungen:


akute Thrombophlebitis, variköser Symptomenkomplex, post-thrombotisches Syndrom (mit begleitenden Stauungsschmerzen)


Wann darf eine Blutegeltherapie nicht durchgeführt werden (Kontraindikationen

 

  • Bei Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar®, oder verminderten Blutplättchen (Thrombozytopenie) 
  • Akute Magen- oder Darmgeschwüre
  • Deutliche Blutarmut (Anämie, Hb unter 10 g/dl)
  • Erheblicher Immunschwäche (AIDS, Chemotherapie, etc.)
  • Ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus,
  • Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe (Hirudin, Histamin, etc.)

 

Mögliche seltene Nebenwirkungen oder Komplikationen:

 

  • Ausgeprägte Blutung (verlängerte und starke Nachblutung)
  • Juckende Hautrötung um die Bissstellen ( Allergie-ähnlich)
  • Vorübergehender Gelenkerguss, lokale Schwellung, oder regionale
  • Lymphknotenschwellung.
  • Pigmentstörungen, Vernarbungen an der Bissstelle, kleine Papel an der Bisstelle

 

 

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